Ratgeber: Packliste Jakobsweg für Blogger und Influencer


Ratgeber: Packliste Jakobsweg für Blogger und Influencer

Wer den Jakobsweg geht und dabei bloggt, fotografiert oder Videos produziert, trägt ein doppeltes Gepäck. Das eine ist offensichtlich. Das andere steckt im Kopf: Inhalte planen, Akkus im Blick behalten, Reichweite nicht komplett verlieren. Dieser Artikel richtet sich an genau diese Nische. Nicht an klassische Pilger. Sondern an Menschen, die unterwegs erzählen.


Kurze Einordnung

Die meisten Packlisten für den Jakobsweg enden bei Blasenpflaster und Regenjacke. Für Blogger und Influencer reicht das nicht. Kamera, Smartphone, Stromversorgung, Datensicherung. Und trotzdem soll der Rucksack unter zehn Kilo bleiben. Ein Widerspruch, der lösbar ist. Mit klaren Prioritäten.


Hintergrund: Jakobsweg trifft Content-Arbeit

Der Camino de Santiago ist kein neues Terrain für digitale Erzähler. Spätestens seit Instagram und YouTube wird der Weg dokumentiert, kommentiert, geteilt. Der Unterschied zu einer normalen Reise:

  • monatelange Belastung

  • tägliches Laufen

  • begrenzter Strom

  • kaum Platz für Redundanz

Wer auf dem Weg arbeitet, merkt schnell, dass klassisches Reise-Setup versagt. Zu schwer. Zu empfindlich. Zu komplex.


Grundregel vorab: Gewicht schlägt Perfektion

Erfahrene Pilger nennen eine Zahl:
Maximal 10 Prozent des eigenen Körpergewichts.

Bei 75 kg Körpergewicht also etwa 7 bis 8 kg inklusive Wasser. Für Content Creator ist das sportlich, aber machbar. Alles darüber rächt sich nach wenigen Tagen. Knie. Schultern. Motivation.

Kurzes Zwischenfazit:
Lieber ein gutes Smartphone als eine schwere Kamera, die nach drei Etappen verflucht wird.


Packliste Jakobsweg für Blogger und Influencer.



Die Packliste im Detail

Technik: Das absolute Minimum

Smartphone

  • Hauptkamera

  • Navigation

  • Recherche

  • Uploads

Aktuelle Mittelklasse-Geräte reichen aus. Wichtig sind:

  • gute Low-Light-Leistung

  • stabiler Akku

  • ausreichend Speicher (mind. 256 GB oder Cloud-Backup)

Kamera (optional)

Nur wenn sie einen klaren Mehrwert bietet.

  • spiegellos

  • leicht

  • ein Objektiv

Keine Wechselobjektiv-Orgie. Die bleibt zu Hause.

Powerbank

  • 10.000 bis 20.000 mAh

  • idealerweise zwei kleinere statt einer großen

Viele Herbergen haben wenige Steckdosen. Konkurrenz inklusive.

Ladezubehör

  • ein Ladegerät

  • ein Kabel

  • ein kurzes Ersatzkabel

Mehr braucht es nicht.


Datensicherung unterwegs

Ein oft unterschätzter Punkt.

Optionen:

  • Cloud (Google Fotos, iCloud, Dropbox)

  • kleine SSD (max. 100 g)

  • Upload bei WLAN-Gelegenheit

Praxis:
Viele laden abends Inhalte hoch und löschen lokal. Funktioniert. Meistens.


Audio & Zubehör

  • leichte In-Ear-Kopfhörer

  • kleines Ansteckmikro, wenn Video geplant ist

  • Mini-Stativ oder flexibler Gorillapod

Mehr Zubehör bedeutet mehr Gewicht. Und mehr Gefummel.


Kleidung: Funktion vor Stil

Ja, es gibt Fotos. Aber:

  • Merinoshirt trocknet schneller als es gut aussieht

  • eine Hose für tagsüber

  • eine für abends

Faustregel:

  • 2 Shirts

  • 2 Unterhosen

  • 2 Paar Socken

  • 1 Fleece

  • 1 Regenjacke

Waschen gehört zum Alltag. Auch für Influencer.


Typische Situationen aus der Praxis

  • Morgens um sechs im Halbdunkel. Akku bei 18 Prozent. Steckdose besetzt.

  • Staubiger Weg, Wind. Kamera im Rucksack, Smartphone in der Hand.

  • WLAN in der Herberge. Langsam. Sehr langsam. Upload über Nacht.

Hier zeigt sich, ob das Setup durchdacht ist oder nicht.


Kleine Vergleiche

DSLR vs. Smartphone

  • DSLR: bessere Qualität, schwerer, auffälliger

  • Smartphone: schneller, leichter, unauffälliger

Laptop vs. Tablet

  • Laptop: produktiver, zu schwer

  • Tablet: ausreichend für Text, Bild, Upload

Die meisten, die beides mitnehmen wollten, schicken eines davon nach Hause.


Persönliche Einschätzung

Der größte Fehler ist nicht zu wenig Technik. Sondern zu viel.
Nach etwa einer Woche zählt nur noch, was wirklich benutzt wird. Alles andere wird Ballast. Körperlich und mental. Der Jakobsweg verzeiht wenig. Auch Content-Pläne.


FAQ: Häufige Fragen von Bloggern und Influencern

Brauche ich auf dem Jakobsweg wirklich eine Kamera?

Nein. Viele erfolgreiche Inhalte entstehen ausschließlich mit dem Smartphone. Eine Kamera lohnt sich nur bei klarer Bildstrategie.

Wie oft kann ich Inhalte hochladen?

Abhängig von Route und Herbergen. Realistisch sind alle zwei bis drei Tage größere Uploads.

Gibt es überall WLAN?

Fast überall. Qualität schwankt stark. Geduld hilft. Offline-Arbeiten auch.

Wie schütze ich Technik vor Regen und Staub?

  • wasserdichter Packsack

  • Zip-Beutel

  • keine offenen Taschen

Einfach, aber effektiv.

Powerbank oder Solarladegerät?

Powerbank. Solarpanels funktionieren auf dem Jakobsweg selten zuverlässig.

Laptop ja oder nein?

Für die meisten: nein. Tablet oder Smartphone reichen.

Wie viel Technik ist sozial akzeptiert?

Unauffälligkeit zählt. Der Jakobsweg ist kein Filmset. Rücksicht macht vieles leichter.

Kann ich unterwegs Kooperationen umsetzen?

Ja, aber mit realistischen Erwartungen. Planbarkeit ist begrenzt.


Labels / Tags

Jakobsweg, Packliste, Blogger unterwegs, Influencer Reisen, Camino de Santiago, Technik auf Reisen, Pilgern und Content


Meta-Beschreibung

Packliste für den Jakobsweg speziell für Blogger und Influencer. Technik, Gewicht, Praxis-Tipps und Erfahrungen aus dem Camino-Alltag.









Unterkünfte/ Hotels/ Übernachtungen/ Flüge




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